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Wie brennt man eine Stahlpfanne ein?

Diese Pfannen vertragen Hitze sehr gut und verschließen Fleisch beim Anbraten schön. Auch Gemüse behält bei hohen Temperaturen eher seine Vitamine. Prüfe genau, ob diese Pfanne auch für Induktion geeignet ist — nicht alle Stahlblechpfannen sind dafür geeignet. Das liegt unter anderem am Gewicht der Pfanne.

Pfanne aus Stahlblech einbrennen

Eine Pfanne aus Stahlblech ist ein klassisches Stück Kochgeschirr, auf das viele Liebhaber des direkten Kochens schwören. Diese Pfannen sind fast vollständig aus Stahl gefertigt (etwa 99 % Eisen) und sind dadurch ein nachhaltiges und vielseitiges Instrument in der Küche. Pfannen aus Stahlblech werden mit zunehmender Nutzung besser: sie vertragen extrem hohe Temperaturen, braten Fleisch schön an und helfen Gemüse, Geschmack und Vitamine beim Kochen besser zu bewahren.

Der große Unterschied zu Pfannen mit einer modernen Antihaftbeschichtung ist, dass eine Pfanne aus Stahlblech diese Beschichtung nicht von sich aus hat. Deine Pfanne muss deshalb selbst eine Schutzschicht aufbauen, einen Prozess, den wir einbrennen oder seasoning nennen. Diese Schutzschicht sorgt dafür, dass die Pfanne weniger schnell rostet und dass Lebensmittel beim Kochen weniger anbrennen und nicht so stark kleben.

Pfanne aus Stahlblech einbrennen

Was bedeutet Einbrennen genau?

Beim Einbrennen wird eine dünne Schicht Öl auf das Metall aufgetragen und anschließend so erhitzt, dass das Öl chemisch verändert wird. Durch Erhitzung polymerisiert das Öl, was zu einer glänzenden, schwarzen Schicht führt, die sich mikroskopisch an das Metall bindet. Diese Schicht wirkt wie eine natürliche Antihaftbeschichtung und schützt das Metall vor Oxidation und Rost.

Im Gegensatz zu emailliertem Stahl, der von sich aus eine schützende Glasschicht hat und deshalb niemals eingebrannt werden muss, muss eine normale Stahlblechpfanne immer zuerst eingebrannt werden, bevor du sie intensiv verwendest.

Was bedeutet Einbrennen genau?

Vorbereitung, bevor du beginnst

Bevor du mit dem Einbrennen beginnst, ist es wichtig, dass die Pfanne vollständig sauber und völlig trocken ist. Eventuelle Schutzwachsschichten, Staub oder Fettrückstände von Fabrik oder Verpackung müssen zunächst entfernt werden. Trockne die Pfanne sorgfältig ab und achte darauf, dass kein Wasser zurückbleibt, denn Feuchtigkeit fördert Rostbildung.

Wichtig zu wissen: Dieser Prozess funktioniert nur bei Pfannen, die komplett aus Stahlblech gefertigt sind, ohne Holz- oder Kunststoffgriffe. Holzteile können durch die Hitze beschädigt werden.

Vorbereitung, bevor du beginnst

Einbrennen mit dem Backofen

Ein Backofen ist eine praktische Möglichkeit, eine Pfanne aus Stahlblech gleichmäßig und gründlich einzubrennen. Heize den Ofen auf circa 180 °C vor. Während der Ofen vorheizt, reinige die Pfanne noch einmal gut und trockne sie sorgfältig ab.

Anschließend gibst du ein wenig Öl mit hohem Rauchpunkt (wie Sonnenblumenöl) in die Pfanne und verstreichst es mit einem Tuch über die gesamte Oberfläche. Das Geheimnis einer guten Seasoning ist, dass die Schicht sehr dünn ist: zu viel Öl kann klebrige Stellen entstehen lassen statt einer schützenden Beschichtung.

Wenn die Schicht gleichmäßig verteilt ist, stellst du die Pfanne verkehrt herum in den Ofen. Lege ein Stück Alufolie auf den Ofenboden, damit eventuell tropfendes Öl nicht am Boden kleben bleibt. Lasse die Pfanne etwa eine Stunde im Ofen, damit das Öl die Möglichkeit hat, vollständig zu polymerisieren und auszuhärten. Nachdem die Zeit vorbei ist, lässt du die Pfanne abkühlen, ohne sie aus dem Ofen zu nehmen, damit Temperaturschocks vermieden werden.

Einbrennen mit dem Backofen

Einbrennen auf dem Herd

Wenn du lieber ohne Ofen arbeiten möchtest, kann das Einbrennen auch auf dem Herd erfolgen. Reinige und trockne die Pfanne zuerst gut ab und stelle sie dann auf mittlere Hitze. Lasse die Pfanne gleichmäßig auf etwa 100 °C warm werden, damit das Metall gleichmäßig erhitzt wird.

Wie bei der Ofenmethode verteilst du eine dünne Ölschicht über die Oberfläche der Pfanne. Geduld ist wichtig: arbeite mit mehreren dünnen Schichten Öl statt mit einer dicken Schicht. Du kannst die Temperatur schrittweise erhöhen, bis das Öl zu rauchen beginnt. Während dieses Prozesses kann die Pfanne sich verfärben und dunkle Stellen bekommen. Das ist völlig normal und Teil des Aufbaus der Antihaftschicht.

Wenn das Öl eingebrannt ist, lässt du die Pfanne vollständig abkühlen. Danach wischst du eventuell verbliebene Öl- oder Rostreste mit einer Bürste oder einem Tuch weg. Verwende keine aggressiven Reinigungsmittel wie Spülmittel, denn die entfernen die Schicht wieder. Um die Schicht noch stärker zu machen, kannst du diesen Vorgang mehrfach wiederholen.

Einbrennen auf dem Herd

Was kannst du von deiner Pfanne nach dem Einbrennen erwarten?

Wenn der Einbrennprozess gut durchgeführt wurde, verändert sich die Farbe des Stahls und es entstehen dunkle Töne sowie eine glänzende, leicht fettige Erscheinung. Das ist ein gutes Zeichen: es bedeutet, dass eine natürliche Antihaftschicht aufgebaut wurde. Gerade diese Verfärbung und das fettige Gefühl sind kein Grund zur Sorge. Es bedeutet, dass deine Pfanne Eigenschaften entwickelt, durch die sie mit der Zeit besser wird.

Sollte die Einbrennschicht einmal beschädigt werden, zum Beispiel durch Reinigungsmittel oder sehr heißes Kochen mit sauren Zutaten wie Tomaten oder Wein, kannst du den gesamten Prozess erneut durchlaufen, um die Schicht wiederherzustellen.

Was kannst du von deiner Pfanne nach dem Einbrennen erwarten?

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Verwandte How to's

Backofen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Heize den Backofen auf 180 °C vor
  2. Reinige die Pfanne gründlich und trockne sie sorgfältig ab
  3. Gieße eine dünne Schicht geschmacksneutrales Öl mit hohem Rauchpunkt (z. B. Sonnenblumenöl) in die Pfanne und verteile es mit Küchenpapier und einer Zange.
  4. Vorsicht, die Pfanne ist heiß. Trage mehrere dünne Schichten auf; so entsteht eine bessere Antihaftschicht
  5. Stelle die Pfanne verkehrt herum in den Ofen und lege Alufolie auf den Ofenboden (damit tropfendes Öl nicht auf dem Boden landet). Das geht nur, wenn die Pfanne komplett aus Stahlblech besteht
  6. Lasse die Pfanne 1 Stunde im Ofen stehen
  7. Nimm die Pfanne aus dem Ofen und lasse sie abkühlen; verteile eventuell verbliebenes Öl mit Küchenpapier in der Pfanne

Herd

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Reinige die Pfanne gründlich und trockne sie sorgfältig ab 
  2. Stelle die Pfanne auf die Herdplatte und achte darauf, dass sie gleichmäßig warm wird. Nicht zu heiß, etwa 100 °C
  3. Gieße eine dünne Schicht geschmacksneutrales Öl mit hohem Rauchpunkt (z. B. Sonnenblumenöl) in die Pfanne und verteile es mit Küchenpapier und einer Zange.
    Vorsicht, die Pfanne ist heiß. Trage mehrere dünne Schichten auf; so entsteht eine bessere Antihaftschicht
  4. Erhitze die Pfanne nach und nach stärker, indem du die Temperatur schrittweise erhöhst. Erschrick nicht, wenn dunkle Stellen entstehen. Halte die hohe Temperatur einige Minuten und lass die Pfanne kräftig rauchen, bis sie trocken ist. 
  5. Lasse die Pfanne danach vollständig abkühlen und reinige sie mit einer Bürste. Verwende kein Spülmittel, denn das entfernt die Antihaftschicht wieder. Reibe das verbleibende Öl (das nicht herausläuft, wenn du die Pfanne ausgießt) mit Küchenpapier in die Pfanne ein.
  6. Wiederhole diesen Vorgang des Einreibens und Einbrennens noch 5× für ein optimales Ergebnis.