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Tonkotsu Miso Ramen

Tonkotsu miso ramen braucht Zeit, belohnt dich dafür aber mit etwas Besonderem: einer Brühe so reichhaltig und cremig, dass man sie fast mit der Gabel essen könnte. Die Basis sind Schweineknochen, die stundenlang köcheln, bis sich das Kollagen löst und die Brühe seidig wird. Miso verleiht Tiefe und Umami, während die Toppings Frische und Biss bringen. Serviere das dampfende Gericht in tiefen Suppenschalen, damit die Wärme gut gehalten wird und du in Ruhe genießen kannst. Dieses Rezept ist ideal für einen Samstag, an dem du richtig kochen möchtest.

Rezept

Tonkotsu Miso Ramen

Ein kräftiges japanisches Ramen mit einer trüben Schweinebrühe, fermentierter Misopaste und frischen Toppings. Das ist Wochenendkochen vom Feinsten.

Gang Hauptgericht
Küche Japanisch
Portionen 4 Personen

Vorbereitungszeit

Vorbereitungszeit 45 min
Gesamt 7 Stunden 45 Min.

Benötigte Geräte & Materialien

  • Großer Suppentopf (mind. 5 Liter)
  • Schwerer Bräter oder Gusseisentopf
  • Feinmaschiges Sieb
  • Kleiner Stieltopf
  • Rührschüssel
  • Küchengarn
  • Reibe
  • Kochtopf (für Nudeln und Eier)
  • Tiefe Suppenschalen

Zutaten

  • 1 kg Schweineknochen (Wirbelsäulen- oder Kniescheibenknochen)
  • 500 g Schweinebauch (voor chashu)
  • 3 liter water (voor bouillon)
  • 200 ml water (voor chashu-stoof)
  • 1 stuk verse gember (5 cm), in plakken
  • 1 ui, doormidden gesneden
  • 6 knoflookteentjes (4 voor bouillon, 2 voor tare)
  • 4 eieren
  • 60 ml sojasaus (voor chashu)
  • 30 ml mirin (voor chashu)
  • 30 ml sake
  • 4 el sojasaus (voor tamago-marinade)
  • 2 el mirin (voor tamago-marinade)
  • 100 ml water (voor tamago-marinade)
  • 3 el witte misopasta
  • 1 el rode misopasta
  • 2 el sojasaus (voor tare)
  • 1 tl geraspte verse gember (voor tare)
  • 3 el sesamolie
  • 400 g verse ramen-noedels
  • 2 pak choi, gehalveerd
  • 80 g bamboescheuten uit blik, uitgelekt
  • 3 lente-uitjes, fijngesneden
  • 1 el neutrale olie (voor bakken chashu)

Wie macht man Tonkotsu Miso Ramen?

    1. Blanchiere die Schweineknochen: lege sie in einen großen Topf, bedecke sie mit kaltem Wasser und bringe schnell zum Kochen. Nach 5 Minuten abgießen und die Knochen unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Das entfernt Unreinheiten und blutige Reste, sodass deine Brühe klarer im Geschmack wird.
    2. Gib die gesäuberten Knochen zurück in den Topf mit 3 Litern frischem Wasser. Füge die in Scheiben geschnittene Ingwer, die halbierte Zwiebel und 4 Knoblauchzehen hinzu. Bringe auf hoher Hitze zum Kochen und lasse dann 4 bis 5 Stunden kräftig köcheln, den Deckel halb auf dem Topf. Fülle bei Bedarf heißes Wasser nach, damit die Knochen immer bedeckt sind. Die Brühe wird nach und nach cremig und weiß: das ist das Kollagen, das sich löst und mit dem Fett emulgiert.
    3. Bereite währenddessen das chashu zu: rolle den Schweinebauch straff auf und binde ihn mit Küchengarn zusammen. Brate die Rolle rundherum in einem Schuss neutrales Öl in einem schweren Topf bei mittlerer Hitze an, etwa 3 Minuten pro Seite. Lösche mit Sojasauce, Mirin und Sake ab. Füge 200 ml Wasser hinzu, decke mit dem Deckel ab und schmorte bei niedriger Hitze 1,5 Stunden. Lasse im Schmorfond abkühlen. Die Flüssigkeit verwendest du später als Würze für die tare. Schneide das chashu danach in Scheiben von etwa 1 cm Dicke.
    4. Koche die Eier für die ramen-tamago: bringe Wasser zum Kochen, lege die Eier vorsichtig hinein und koche genau 6,5 Minuten. Hebe sie sofort in eine Schüssel mit Eiswasser und lasse 5 Minuten abkühlen. Schäle sie vorsichtig und lege sie in eine Mischung aus 4 Esslöffeln Sojasauce, 2 Esslöffeln Mirin und 100 ml Wasser. Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank marinieren, länger ist möglich. So werden sie außen salzig, leicht süß und schön braun mit einem innen noch cremigen Eigelb.
    5. Bereite die tare vor: erhitze eine kleine Pfanne bei mittlerer Hitze mit 1 Esslöffel Sesamöl. Dünste 2 fein gehackte Knoblauchzehen und 1 Teelöffel geriebenen Ingwer 1 Minute, ohne Farbe nehmen zu lassen. Füge die weiße und rote Misopaste hinzu sowie 2 Esslöffel Sojasauce und 2 Esslöffel des chashu-Schmorfonds. Auf niedriger Hitze glatt rühren. Die tare ist konzentriert, du brauchst nur ein paar Esslöffel pro Schüssel.
    6. Seihe die Brühe durch ein feinmaschiges Sieb und entsorge Knochen und Gemüse. Du erhältst eine cremige, weiße Brühe. Bring sie wieder zum Kochen und füge die tare hinzu: beginne mit 1,5 Esslöffeln pro 300 ml Brühe und probiere zwischendurch. Die tare ist kräftig und salzig, füge also behutsam zu, bis du die gewünschte Tiefe und Salzigkeit erreichst.
    7. Koche die Ramen-Nudeln in reichlich kochendem Wasser nach Packungsanweisung, meist 2 bis 3 Minuten. Gut abgießen. Blanche die Pak Choi im selben kochenden Wasser 1 Minute und tauche ihn danach sofort in kaltes Wasser, um das Garen zu stoppen.
    8. Wärme die Schalen vor, indem du kurz heißes Wasser hinein gießt und dieses nach einer Minute wieder ausschüttest. Eine warme Schale hält die Ramen deutlich länger heiß. Gib die Nudeln in den Boden jeder Schale, gieße die heiße Brühe darüber und verteile die Toppings: 2 Scheiben chashu, eine halbe tamago (längs halbiert), eine halbe Pak Choi, eine Portion Bambussprossen, etwas fein geschnittene Frühlingszwiebel und ein paar Tropfen Sesamöl.

Die Qualität deiner Brühe steht und fällt mit den Knochen und der Kochzeit. Frage beim Metzger gezielt nach Wirbelsäulen- oder Kniescheibenknochen: die enthalten viel Kollagen und geben der Brühe ihre cremige, fast milchige Farbe. Koche mit einem kräftigen, rollenden Koch und nicht bei schwachem Simmern: gerade das starke Blubbern emulgiert das Fett in der Brühe und macht sie trüb und geschmackvoll. Probiere die Brühe, bevor du die tare hinzufügst, denn jede Misopaste unterscheidet sich im Salzgehalt. Fang mit weniger tare an und füge nach Geschmack hinzu. Wärm deine Schalen immer vor, sonst kühlt die Ramen zu schnell ab.

Die Brühe kannst du problemlos 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder portionsweise einfrieren. Das chashu lässt sich auch einen Tag vorher zubereiten: kalt aufgeschnitten und danach kurz in einer trockenen Pfanne angebraten ergibt es eine schöne Karamellisierung. Hast du keine Schweineknochen verfügbar, verwende als Alternative Hühnerkarkassen. Als zusätzliche Toppings passen Narutomaki, getrocknetes Seetang oder Mais sehr gut. Vegetarisch? Ersetze die Brühe durch eine kräftige Dashi aus Kombu und getrockneten Shiitake, füge Tahini für Cremigkeit hinzu und verwende festen Tofu statt chashu. Die Miso-tare bleibt so ebenfalls komplett pflanzlich.