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Französisches Steak Tartare auf dem Raclette-Grill

Steak tartare kennt man aus der Bistroküche, aber am Tisch zubereiten ist nochmal etwas anderes. Mit einem Raclette-Grill verwandelst du den Klassiker in einen interaktiven Moment: das Fleisch in das Pfännchen geben, das Wachtelei darüber aufschlagen und unter das Heizelement schieben. Roh mit glänzender Dotter, oder kurz angebraten mit fester Kruste – jeder entscheidet selbst. Die Würzzutaten stehen auf dem Tisch und werden ganz zum Schluss untergehoben. So soll es sein.

Rezept

Französisches Steak Tartare auf dem Raclette-Grill

Fein geschnittenes Rinderfilet mit einem Wachtelei, klassischen Geschmacksträgern und knusprigem Toast. Roh, leicht angebraten oder durchgegart: jeder Gast wählt selbst.

Gang Hauptgericht
Küche Französisch
Portionen 4 personen

Vorbereitungszeit

Vorbereitungszeit 20 min
Gesamt 30 min

Benötigte Geräte & Materialien

  • Raclette-Grill met Pfännchen
  • Scharfes Messer
  • Schneidebrett
  • Kleine Schälchen für die Würzzutaten
  • Toaster oder Ofengrill
  • Schere (für die Wachteleier)

Zutaten

  • 400 g Rinderfilet oder Rindersteak (pur, ungewürzt)
  • 8 Wachteleier
  • 2 Schalotten, sehr fein gehackt
  • 3 EL Kapern, abgetropft und grob gehackt
  • 4 EL glatte Petersilie, fein gehackt
  • 1 TL Fleur de Sel
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Worcestersauce (ca. 1 TL pro Portion, nach Geschmack)
  • tabasco (einige Tropfen pro Portion, nach Geschmack)
  • 8 dicke Scheiben Weißbrot oder Baguette

Wie macht man Steak Tartare auf dem Raclette-Grill?

    1. Schneide das Rinderfilet mit einem scharfen Messer sehr fein von Hand: zuerst in dünne Scheiben, dann in Streifen und zuletzt in kleine Würfel von etwa 3 mm. Verwende keinen Fleischwolf, sonst geht die Textur verloren, die Tartare so attraktiv macht. Teile das Fleisch in Portionen von 40 g und forme daraus locker Bällchen. Kühl stellen bis zum Servieren am Tisch.
    2. Stelle die Würzzutaten in kleinen Schälchen auf den Tisch: fein gehackte Schalotte, abgetropfte Kapern, gehackte glatte Petersilie, Worcestersauce und tabasco. Stelle außerdem Salz und Pfeffer hin, damit jeder selbst abschmecken kann. Salze das Fleisch erst am Tisch, denn Salz zieht Flüssigkeit aus dem Fleisch und macht die Textur weicher, wenn du es zu früh hinzufügst.
    3. Schneide oder knipse mit einer Schere eine kleine Kappe von der Oberseite jedes Wachteleis, damit die Gäste sie am Tisch leicht öffnen können. Lege die Eier zurück in die Schachtel oder in eine kleine Schale, damit sie nicht wegrollen.
    4. Schneide das Brot in dicke Scheiben von etwa 1,5 cm und röste sie knusprig im Toaster oder unter dem Grill des Ofens bei 220 Grad für 3–4 Minuten. Lege die Toasts in ein Körbchen auf den Tisch, damit die Gäste den ganzen Abend davon nehmen können.
    5. Stelle den Raclette-Grill auf den Tisch und lass ihn vorheizen. Die Pfännchen sind heiß genug, wenn ein Wassertropfen sofort verdampft. Das dauert im Schnitt 5–8 Minuten, je nach Leistung deines Grills.
    6. Gib eine Kugel Fleisch in das Pfännchen und drücke sie leicht flach, damit sie gleichmäßig gart. Schlage das Wachtelei vorsichtig über dem Fleisch auf und lass den Dotter unbeschädigt darauf gleiten. Schiebe das Pfännchen unter das Heizelement des Raclette-Grills.
    7. Lass das Pfännchen 1 Minute unter dem Heizelement stehen für einen warmen Rand und einen glänzenden, noch rohen Dotter. Soll das Fleisch rosa sein, lasse es 2 Minuten stehen. Für ein vollkommen durchgegartes Mini-Tatar mit gestocktem Dotter rechne mit 3 Minuten. Das Fleisch gart schnell im heißen Pfännchen, behalte es also gut im Auge.
    8. Vermische Fleisch und Ei am Tisch mit einer Gabel. Gib nach Geschmack ein paar Tropfen Worcestersauce, einen Spritzer tabasco, einen Teelöffel Kapern und etwas Schalotte dazu. Würze mit einer Prise Fleur de Sel und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer. Probiere zwischendurch, die Aromen sind intensiv und du brauchst nur sehr wenig von jedem.
    9. Serviere das Tatar auf einem gerösteten Toast und sofort. Wiederhole das für die nächste Portion. So bleibt es den ganzen Abend frisch und warm, und jede*r isst im eigenen Tempo.

Verwende für Tartare nur Fleisch von höchster Qualität, das frisch geschnitten ist: Rinderfilet oder ein schönes Steak. Bitte deinen Metzger, das Fleisch am selben Tag zu schneiden, und bewahre es bis kurz vor dem Servieren gekühlt auf. Schneide immer von Hand, denn zerkleinern mit der Maschine ergibt eine breiige Textur. Salze erst ganz zuletzt, denn Salz entzieht dem Fleisch Flüssigkeit. Lege die Bällchen locker auf einen Teller und decke sie mit Frischhaltefolie ab, wenn du sie schon eine Stunde vorher vorbereiten möchtest. Nimm das Fleisch 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit es nicht eiskalt ins Pfännchen kommt.

Variiere die Würzzutaten nach dem Geschmack deiner Gäste. Fein geraspelte Cornichons sind eine gute Alternative zu Kapern. Ein Teelöffel Dijon-Senf gibt dem Mix mehr Tiefe. Willst du eine andere Richtung, ersetze die Worcestersauce durch ein paar Tropfen Sesamöl und Sojasauce für eine asiatische Variante. Keine Wachteleier zur Hand? Verwende kleine Hühnereidotter und verteile sie auf die Pfännchen. Für eine vegetarische Begleitung kannst du das Fleisch durch fein geschnittene rohe Champignons oder gekochte Rote Bete ersetzen, die im warmen Pfännchen ebenfalls schön Farbe bekommen.